A-13 Sechs Stunden Arbeit am Tag, weil es mehr nicht braucht

AntragstellerInnen: Landesvorstand

Zur Weiterleitung an:

SPD Landesparteitag

Sechs Stunden Arbeit am Tag, weil es mehr nicht braucht

Der Achtstundentag war eine der ältesten Forderungen der Arbeiterbewegung. In Deutschland ist der Achtstundentag seit 1918 gesetzlich vorgeschrieben. Doch ist der Achtstundentag bei der Veränderung unserer Arbeitswelt noch zeitgemäß?
Studien beweisen immer wieder, dass viele Menschen zwar acht Stunden lang körperlich am Arbeitsplatz anwesend sind, aber im Schnitt nur wenige Stunden konzentriert arbeiten können.
Die Einführung Sechsstundentages würde viele Vorteile mit sich bringen, mehr Betreuungszeit für die Kinder und Angehörigen, mehr Freizeit für das Vereinsleben und soziales Engagement und den Sportverein.
Natürlich bietet die Teilzeit bereits die Möglichkeit eines Sechsstundentages. Dieser geht jedoch mit 25 Prozent weniger Lohn, einem niedrigeren Rentenniveau und weniger Urlaubs- und Weihnachtsgeld einher.
Es gibt bereits viele Studien, die die erhöhte Produktivität durch die Arbeitszeitreduzierung belegen. So auch ein Experiment bei Toyota: In einem Werk in Göteborg ließ der Autokonzern seine Angestellten nur sechs Stunden am Tag arbeiten. Die Arbeitszeit wurde also um zwei Stunden gesenkt, der Umsatz dagegen stieg.
Auch eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) belegt, dass zu lange Arbeitstage die Gesundheit gefährden. Laut der Studie wird auf Dauer unzufrieden, unproduktiv und letztendlich krank, wer den Eindruck hat, dass sich alles der Arbeit unterordnen muss. Der Sechsstundentag würde sich demnach auch positiv auf die immer steigenden Zahlen von Burn-Outs in Deutschland auswirken.
Der Sechsstundentag hätte jedoch auch Auswirkungen auf die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau. Von den knapp neun Millionen Beschäftigten mit sozialversicherungspflichtigen Teilzeitjobs sind fast 80 Prozent weiblich. Frauen arbeiten mehr in Teilzeit, weil an ihnen immer noch mehrheitlich die Care-Arbeiten, Hausarbeiten und Pflegearbeiten hängenbleiben. Sollten Frauen nicht mehr auf Teilzeit reduzieren müssen, wären sie weniger von Altersarmut bedroht, hätten mehr Aufstiegschancen und müssten sich nicht zwischen Familie und Beruf entscheiden.
Wir fordern kurzfristig daher, dass das Saarland eine Vorreiterrolle einnimmt und die Arbeitszeit im öffentlichen Dienst von 39:30 Stunden auf 30 Wochenstunden, also sechs Stunden pro Tag bei vollem Lohnausgleich verkürzt.
Langfristig fordern wir, dass das Arbeitszeitgesetz geändert und der Sechsstundentag, also die 30 Stundenwoche, gesetzlich eingeführt wird.

Beschluss

angenommen

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Änderungsanträge zu A-13

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
A-13-6-25 6-25 Kreisverband Saarlouis

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Und in Z.24: Ersetze “…, also sechs Stunden pro Tag“ mit “(z.B. durch den Sechsstundentag)“

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