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B-7 Religions- und Ethikunterricht modernisieren – Gemeinschaftlichen Unterricht schaffen!  

AntragstellerInnen: AK Gesellschaft

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SPD Landesparteitag

Religions- und Ethikunterricht modernisieren – Gemeinschaftlichen Unterricht schaffen!  

Religionen und Glaubensvorstellungen sind wichtige Bestandteile unserer Gesellschaft. Im Saarland sind knapp 75% der Bevölkerung Mitglied einer Glaubensgemeinschaft – der höchste Wert deutschlandweit. Weltanschauliche, ethische und philosophische Konzepte sind wichtige Grundpfeiler unserer Gesellschaft. An ihnen sind unser Grundgesetz, unsere Landesverfassung und unsere Gerichtsbarkeit ausgerichtet.
 
Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für unser Zusammenleben müssen beide Aspekte im Schulsystem in ausreichendem Maße beleuchtet werden! Der konfessionell gebundene Religionsunterricht ist hierfür allerdings nicht geeignet. Statt religiösem und kulturellem Austausch fördert der konfessionell gebundene Religionsunterricht eine Segmentierung und Isolation einzelner Gruppen.
 
Toleranz entsteht durch Kontakt und Austausch mit Personen, die andere Einstellungen vertreten. So zeigt sich immer wieder, dass in multikulturellen und multireligiösen Städten und Gemeinden die Offenheit für Andere größer ist, als in isolierten und homogenen Orten. Wir möchten den Austausch zwischen den Religionsgemeinschaften untereinander und mit den nicht religiösen Menschen stärken. Hierfür braucht es einen Ort des neutralen und fairen Austauschs.
 
Ein gemeinschaftlicher Unterricht, der durch alle Glaubensgemeinschaften und durch nicht religiöse Menschen mitgestaltet wird, kann genau dies sein! Ein Unterricht, in dem ein Austausch über die verschiedensten Glaubensvorstellungen, ihre Beweggründe und Überzeugungen, über die bedeutendsten philosophischen und ethischen Theorien und Konzepte, eingebettet in historische und kulturelle Zusammenhänge erfolgen kann, trägt maßgeblich zu Toleranz und Akzeptanz bei und bietet daher einen unersetzlichen gesellschaftlichen Mehrwert.
 
Wir fordern daher die Landesregierung, den SPD Landesverband Saarland und die SPD-Landtagsfraktion im Saarland auf sich dafür einzusetzen, dass
 


  1. Gemeinsam mit Vertreter*Innen der Religionsgemeinschaften und nicht religiösen Menschen ein Konzept für einen einheitlichen nicht konfessionell gebundenen Unterricht geschaffen wird, der an die Stelle des bisherigen Religions- und Ethikunterrichts tritt.

  2. Die rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus Art 7 des Grundgesetzes, insbesondere aus der Ausnahme der Pflicht zur Erteilung des Religionsunterrichts an bekenntnisfreien Schulen, zu nutzen, um die Forderung 1 verfassungskonform auszugestalten.

Beschluss

angenommen

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AntragstellerInnen


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