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B-8 Rechte von Minderheiten stärken – Zugang zu Ethik- und Religionsunterricht ermöglichen!

AntragstellerInnen: AK Gesellschaft

Zur Weiterleitung an:

SPD Landesparteitag

Rechte von Minderheiten stärken – Zugang zu Ethik- und Religionsunterricht ermöglichen!

Konfessionell gebundener Religionsunterricht und Ethikunterricht werden erst angeboten, wenn mindestens 5 Schüler*Innen die Teilnahme wünschen. Darüber hinaus findet Ethikunterricht grundsätzlich erst ab Klassenstufe 5 statt.
 
In der Schulpraxis führt diese Regelung dazu, dass flächendeckend ausschließlich katholischer und evangelischer Religionsunterricht sowie Ethikunterricht an den weiterführenden Schulen angeboten werden, vereinzelt islamischer Religionsunterricht.
 
Insbesondere an den Grundschulen führt dies dazu, dass Schüler*Innen, die nicht an einem christlichen Religionsunterricht teilnehmen möchten oftmals ausschließlich betreut, aber nicht unterrichtet werden.
 
Diese Rechtslage verdeutlicht die Absurdität des konfessionell gebundenen Religionsunterrichts. Solange es einen konfessionell gebundenen Religionsunterricht gibt, muss dieser auch konsequent durchgesetzt werden. Es darf nicht sein, dass durch eine willkürliche Sperrklausel von 5 Schüler*Innen der Zugang zum Religions- oder Ethikunterricht verweigert wird.
 
Obwohl wir uns grundsätzlich für einen einheitlichen nicht konfessionell gebundenen Unterricht, der religiöse wie ethische und weltanschauliche Inhalte vermittelt, einsetzen, erkennen wir die politischen Realitäten im Saarland an, die eine Abschaffung des konfessionell gebundenen Religionsunterrichts unwahrscheinlich machen. Daher benötigt es eine Übergangslösung, die die Alternative zum konfessionell gebundenen Religionsunterricht nachhaltig stärkt und die Rechte von religiösen Minderheiten stärkt.
 
Wir fordern deshalb die Landesregierung, den SPD-Landesverband Saar und die SPD-Landtagsfraktion im Saarland auf sich dafür einzusetzen dass,
 


  1. Das Schulordnungsgesetz, insbesondere §15, so geändert wird, dass die Einrichtung eines Religionsunterrichts und eines Ethikunterrichts bereits ab einer Schüler*In innerhalb einer Schulstufe erfolgen muss.

  2. Der Ethik-Unterricht ab der Klassenstufe 1 nach Maßgabe des Schulordnungsgesetzes eingerichtet werden kann.

Beschluss

angenommen

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