E-7 Kennzeichnungspflicht für palmölhaltigen Lebensmitteln

AntragstellerInnen: Saarpfalz

Kennzeichnungspflicht für palmölhaltigen Lebensmitteln

Analyse:
Das am meisten verwendete Fett in der Lebensmittelindustrie ist Palmöl.
Die Industrie verwendet dies gerne, da es günstig in der Anschaffung und einfach zu verarbeiten ist. Vergleichbare Fette sind wesentlich teurer.
Dabei wird Palmöl großteils in Entwicklungs- und Schwellenländern produziert. Die größten Produzenten sind Malaysia, Indonesien, Nigeria, Kolumbien, Papua-Neuguinea und Thailand.
Oftmals wird der zur Anpflanzung benötigte Nutzfläche zuvor gerodet um Plantagen zu errichten. Gerade Böden in Regenwaldregionen fallen dem Anbau zum Opfer. Durch Brandrodung werden die Flächen für den Anbau geschaffen. Die bei der Rodung entstehende Asche wird in die Böden eingearbeitet um die Fruchtbarkeit zu steigern. Ist der Boden nach einer gewissen Zeit auf Grund des Abbaus der Asche und der Stoffe im Boden nicht mehr fruchtbar genug und damit auch die Nutzbarkeit eingeschränkt, werden weitere Fläche gerodet.
Weiterhin sind auch die gesundheitlichen Auswirkungen beim Verzehr nicht unbedenklich. Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) förderte dabei zutage, dass Palmöl krebserregend sein kann.
Dabei geht es um bestimmte Fett¬säureester, 3-MCPD- und Glycidyl-Ester; sie entstehen vor allem, wenn Pflanzenöle bei über 200 Grad Celsius raffiniert werden. Bei der Verdauung werden daraus die Substanzen 3-MCPD und Glycidol freigesetzt. 3-MCPD ist als möglicher¬weise krebs¬er¬regend einge¬stuft, Glycidol als wahr¬scheinlich krebs¬er¬regend. Palmöl wird fast ausschlie߬lich in der raffinierten Form verwendet. Beim Raffinieren verlieren Öle ihren Geschmack und ihre Farbe. Laut Efsa ist Palmöl am höchsten mit den bedenk¬lichen Fett¬schad¬stoffen belastet.
Margarine, Schokocreme, Fertigpizza, Eis – Palmöl steckt inzwischen in einer Vielzahl von Lebensmitteln, übrigens auch in Bio-Produkten. Zu erkennen ist das nicht immer: Oft steht nur „Pflanzenöl“ oder „pflanzliche Fette“ auf der Verpackung, wenn eigentlich Palmöl enthalten ist.
Forderung:
Produkte für den menschlichen Gebrauch, die Palmöl enthalten, sind auf der Vorderseite der Verpackung als solche in gut lesbarer Größe einheitlich zu Kennzeichnen. Dabei kann ein Logo oder eine Beschriftung verwendet werden.

Beschluss

geändert angenommen

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Änderungsanträge zu E-7

Nr Zeile AntragstellerInnen Text Begründung Status
E-7-1 1 Saarbrücken

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E-7-16 16 UB Saarpfalz

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