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F-3 Frauen* schützen! Angebote ausbauen!

AntragstellerInnen: Juso Unterbezirk Saarpfalz

Zur Weiterleitung an:

SPD Landesparteitag

Frauen* schützen! Angebote ausbauen!

Gerade während Corona wurde klar, dass häusliche Gewalt leider keine Ausnahme ist und die Realität vieler Familien täglich spiegelt. Wenn Frauen* sich aus dieser Situation begeben wollen, werden üblicherweise als erste offizielle Anlaufstelle Frauen*schutzhäuser kontaktiert, die der betroffenen Person mit ihren Kindern i.d.R. einen Platz anbieten, an dem die vorerst verbleiben können.

Auf dem Papier klingt das alles toll. In der Wirklichkeit sieht es wie so oft anders aus. Frauen* müssen pro Nacht pro Kopf circa 17€ bezahlen, sofern sie keine Transferleistungen beziehen. Das stellt eine riesige Hemmschwelle für Frauen* mit Kindern dar, da jedes Kind extra kostet und sich die Kosten stark aufsummieren, falls ein längerer Aufenthalt nötig ist. Man nehme an, es kommt eine Mutter mit 2 Kindern an und benötigt Schutz für 7 Tage. Das ganze würde die Person schließlich 357€ kosten.

Das ist auch realistisch, da sich viele Frauen* gerade wegen den Kindern selber daran hindern, Hilfe in Anspruch zu nehmen. „Ich kann hier nicht weg, die Kinder brauchen einen Vater“ oder „Was passiert dann mit den Kindern, wenn das Jugendamt davon erfährt?“ sind keine unüblichen Fragen, die sich Betroffene stellen. Wenn dann aber zwangsläufig der Punkt gekommen ist, dass es schlichtweg nicht mehr geht, nimmt man die Kinder logischerweise mit – und zahlt dann so viel?

Diese Zahlen sind aber auch nur eine Hemmschwelle für die, die sich aktiv nach den Kosten erkundigen. Denn auf den Informationsseiten im Internet finden sich keine Angaben zu ebendiesen Kosten. Es ist also gut möglich, dass viele Frauen* sich im Eifer des Gefechts schnell zu einem Schutzraum begeben und dort erst nach einer gewissen Zeit von den Kosten erfahren, die sie oft auch nicht stemmen können, weil – und das ist ein weiterer problematisches Aspekt – diese Personen auch oft finanziell abhängig von dem gewalttätigen Partner sind.

Wir finden, dass Frauen*, die in ihrem Zuhause brutalste Gewalt erfahren, nicht für das Aufsuchen von Hilfe bezahlen müssen und fordern deshalb:

  • den Wegfall der Kosten für ein Frauen*schutzhaus
  • eine Verteilung der Frauen*schutzräume auf alle Landkreise
  • eine bessere Information online auf den Seiten bezüglich der Kosten und der Bedingungen
  • adäquate Alternativen im Falle, dass Angehörige von Frauen* nicht in einem Schutzraum übernachten können
Begründung:

erfolgt mündlich

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