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G-6 Antrag zu Betriebskindergärten und –krippen und familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen im Krankenhaus

AntragstellerInnen: Saarbrücken-Stadt

Antrag zu Betriebskindergärten und –krippen und familienfreundlicheren Arbeitsbedingungen im Krankenhaus

 
Die Jusos fordert die Kommunen und das Land insbesondere in deren Funktion als Träger von Kliniken dazu auf, geeignete Maßnahmen zur Vereinbarung von Familie und Beruf zu ergreifen.
Dazu zählt die Einrichtung von subventionierten Betriebskindergärten und –krippen, deren Beiträge für die Mitarbeiter*innen bezahlbar sein müssen ebenso wie die Schaffung familienfreundlicher Schicht- und Arbeitszeitmodelle. Land und Kommunale Träger sollten mit gutem Beispiel für nichtkommunale Träger voran gehen und machbare Modelle installieren.
Begründung
Der überwiegende Teil der Pflegekräfte ist weiblich, der Anteil der Frauen in der Ärzteschaft beträgt mittlerweile gerade in der jungen Generation ebenfalls über 50%.
Derzeit ist in Deutschland der Stand der Dinge so, dass die jungen Frauen, wenn sie Familie gründen, aufgrund der fehlenden Infrastruktur und der derzeit vorliegenden Arbeitsbedingungen wenn überhaupt in Teilzeitanstellungen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die jungen gut ausgebildeten Frauen werden dem Arbeitsmarkt gegen ihren Willen entzogen.
Gerade in Zeiten des Pflegekräfte - und Ärztemangels sollten die Strukturen so gestaltet werden, dass Müttern, die dies wünschen, der Weg in die Vollzeitanstellung ermöglicht wird. Dies geht nur, wenn für eine gute Kinderbetreuung gesorgt wird und/ oder die Arbeitszeiten planbar sind. Durch den gesetzlichen Anspruch auf einen Krippen- bzw. Kindergartenplatz ist dafür schon viel erreicht worden. In der Umsetzung ist dies für die betroffenen Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht ausreichend: Die Regelöffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen (i.d.R. 7.30-17.30) sind mit den Arbeitszeiten einer Pflegekraft im Schichtdienst nicht vereinbar, weder reguläre Frühdienste noch Spät- oder Nachtdienste können abgedeckt werden.
Diesen besonderen Gegebenheiten kann mit Betriebskindergärten und –krippen sowie familiengerechten Arbeitszeitmodellen begegnet werden. Wichtig ist hier die Betreuung zu Randzeiten bzw. die Möglichkeit einer Betreuung rund um die Uhr. Die Beiträge der Eltern müssen dabei bezahlbar sein, damit sich das Arbeiten für die jungen Eltern wirklich lohnt. Es ist somit erforderlich, dass die Kindergärten und –krippen von den Trägern ausreichend subventioniert wserden.
Familiengerechte Arbeitszeitmodelle müssen ebenfalls für Entlastung sorgen. Patientenbetreuung im Krankenhaus findet rund um die Uhr statt, auch hier gibt es Gestaltungsmöglichkeiten. Beispielsweise sogenannte Pool-Lösungen, bei denen ein Springer-Pool gebildet wird, der zu festen und familienfreundlichen Zeiten eingesetzt wird. Der Arbeitsort (Station oder Funktionsbereich) richtet sich nach dem tagesaktuellen Personalbedarf. Arbeitszeit wird dadurch planbar, private Verpflichtungen wie Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen können darauf abgestimmt werden.
Mit diesen Maßnahmen kann einerseits dem Pflegekräfte- und Ärztemangel entgegengewirkt werden, andererseits wird es insbesondere Frauen ermöglicht, ihren Beruf in allen Lebensphasen auszuüben, Einkünfte zu erwerben und Karriere zu machen. Darüber hinaus erhöhen längere Erwerbstätigkeit und Vollzeitbeschäftigung die Rentenansprüche - die Versorgungslücke wird verringert. Dies schließt selbstverständlich auch Männer ein, die für die Erziehungszeit mangels adäquater Kinderbetreuung ihre Arbeitszeit reduzieren müssen.

Beschluss

angenommen

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