G-9-23

AntragstellerInnen: UB Saarpfalz

Betrifft den Antrag G-9 Für ein Ende der Stigmatisierung von MSM bei der Blutspende

Betrifft die Antragszeile 23

Ersetzung ab Z23 durch folgendes:
“Lediglich 1% aller homo- bzw. bisexuellen Männer haben tatsächlich eine HIV-Infektion. Rund die Hälfte aller homo- bzw. bisexuellen Männer leben in einer festen Partnerschaft ohne ständig wechselnde Sexualpartner. Und mehr als 70% aller homo- bzw. bisexuellen
Männer mit wechselnden Geschlechtspartnern praktizieren Safer Sex mit Kondom und sind demnach einem verschwindend geringen Infektionsrisiko ausgesetzt. Folglich ist es völlig unbegründet homo- bzw. bisexuellen Menschen ein höheres Infektionsrisiko zu
unterstellen, als Heterosexuellen, die ebenfalls wechselnde Sexualpartner*innen haben, aber wesentlich häufiger auf Kondome (wegen anderer Verhütungsmittel wie der Pille) verzichten. So könnte jedes Jahr sehr viel mehr Blut gespendet werden und auch mehr
Menschen zur Knochenmarkspende zugelassen werden, was vielen Menschen das Leben retten könnte.Größtmögliche Sicherheit für die Blutspenden muss natürlich im Vordergrund stehen, aber jede*r Spender*in sollte nach jeweiligen Sexualgewohnheiten und individuellem Risikoverhalten befragt werden. So würden natürlich auch heterosexuelle Menschen genauer befragt, und bei einem risikobehafteten Lebensstil von der Blutspende ausgeschlossen. Dadurch gäbe es also insgesamt einen größeren Sicherheitsfaktor bei
der Spende und man könnet damit aufhören homo- bzw. bisexuelle Menschen unter den Generalverdacht der HIV-Infektion zu stellen. Es kann nicht weiter angehen, dass aufgrund der sexuellen Orientierung eines Menschen automatisch auf dessen Promiskuität geschlossen wird und dieser durch den Ausschluss von der Blutspende stigmatisiert wird.